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Der ETF-Sparplan-Rechner zeigt, wie eine feste monatliche Sparrate über die Jahre durch den Zinseszins wächst – und wie viel davon laufende Kosten und Inflation wieder wegnehmen. Aus 100 € im Monat werden bei 6 % Rendite und niedrigen Kosten in 25 Jahren rund 65.700 €, von denen 30.000 € eingezahlt sind.
So rechnet der Sparplan-Rechner
Der Rechner zahlt die Sparrate jeweils am Monatsende ein. Das Depot wächst jeden Monat mit dem Zinssatz, der sich aus Jahresrendite minus laufenden Kosten ergibt: (1 + Rendite − Kosten)^(1/12) − 1. So entsteht der Zinseszins, denn auch die Erträge früherer Jahre werfen wieder Erträge ab.
Kosten. Gemeint sind alle laufenden Kosten im Jahr, also die Fondskosten (TER) und eventuelle Depotgebühren. Ein breiter Welt-ETF kostet meist 0,1 bis 0,3 % im Jahr, aktiv gemanagte Fonds oft 1,5 % und mehr. Der Rechner zeigt, wie viel Endvermögen die Kosten über die Laufzeit gekostet haben: Differenz zwischen dem Ergebnis ohne und mit Kosten.
Dynamik. Wenn Sie die Sparrate jedes Jahr um einen festen Prozentsatz erhöhen, etwa mit Gehaltserhöhungen, rechnet der Rechner das ein. Die Erhöhung greift jeweils nach zwölf Monaten.
Kaufkraft. Zusätzlich teilt der Rechner den Endwert durch die aufgezinste Inflation. Das Ergebnis zeigt, was der Betrag in heutigem Geld ungefähr wert wäre.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Mit 1,5 % Kosten fehlen nach 25 Jahren rund 11.100 €, obwohl jeden Monat dasselbe eingezahlt wurde. Über 40 Jahre wird der Unterschied noch größer: Aus 100 € im Monat werden mit 0,2 % Kosten rund 181.300 €, mit 1,5 % nur rund 131.100 €. Kosten sind der einzige Teil der Rendite, den Sie sicher steuern können.
Früh anfangen oder mehr sparen?
Der Zinseszins belohnt vor allem Zeit. Wer 100 € im Monat 40 Jahre lang anlegt, zahlt 48.000 € ein und hat bei 6 % Rendite und 0,2 % Kosten am Ende rund 181.300 €. Wer 15 Jahre später beginnt und 25 Jahre lang dieselben 100 € spart, kommt auf rund 65.700 €. Die zusätzlichen 18.000 € Einzahlung aus den ersten 15 Jahren sind also am Ende über 115.000 € wert. Um den späten Start auszugleichen, müsste man in 25 Jahren fast die dreifache Rate sparen.
Das heißt nicht, dass sich ein später Start nicht mehr lohnt. Es heißt nur, dass jedes Jahr Warten teurer wird. Eine jährliche Dynamik hilft, mit einer kleinen Rate zu beginnen und sie mit dem Gehalt wachsen zu lassen: Mit 2 % Dynamik zahlen Sie in 25 Jahren rund 38.400 € ein und landen bei rund 79.500 €.
Grenzen des Rechners
- Konstante Rendite. In Wirklichkeit schwanken Kurse stark. Ein Einbruch kurz vor dem Ende der Laufzeit kann den Endwert deutlich drücken, ein Einbruch am Anfang fällt dagegen kaum ins Gewicht. Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.
- Vor Steuern. Abgeltungsteuer, Vorabpauschale und Teilfreistellung sind nicht berücksichtigt. Solange Ihre jährlichen Erträge unter dem Sparerpauschbetrag von 1.000 € bleiben, fällt ohnehin keine Steuer an.
- Keine Förderung. Zulagen gibt es nur in geförderten Verträgen. Was die Förderung ab 2027 zusätzlich bringt, rechnet der Förderrechner Altersvorsorgedepot.
Was Sie mit dem Ergebnis anfangen können
Der Rechner eignet sich gut, um verschiedene Varianten nebeneinanderzustellen: Was bringt es, fünf Jahre früher anzufangen? Wie viel machen 50 € mehr im Monat aus? Wenn Sie wissen wollen, welche Sparrate Sie für Ihre Altersvorsorge überhaupt brauchen, beginnen Sie mit dem Rentenlücke-Rechner.
Ob ein freier ETF-Sparplan oder ein gefördertes Depot die bessere Wahl ist, hängt von Förderung, Flexibilität und Steuern im Alter ab. Den Vergleich finden Sie unter Altersvorsorgedepot oder ETF-Sparplan. Für Kinder stellt sich eine ähnliche Frage: Frühstart-Rente oder eigenes Kinderdepot. Wer ein Depot auf den Namen des Kindes eröffnen will, findet die Schritte unter Kinderdepot eröffnen.
Häufige Fragen
Wie viel wird aus 100 € im Monat in 25 Jahren?
Welche Rendite ist für einen ETF-Sparplan realistisch?
Wie stark wirken sich Kosten beim Sparplan aus?
Sind Steuern im Sparplan-Rechner berücksichtigt?
Quellen
- § 20 EStG – Sparerpauschbetrag
- § 20 InvStG – Teilfreistellung bei Investmentfonds
- BMF – Basiszins zur Berechnung der Vorabpauschale 2026
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