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ETF-Sparplan-Rechner

Wie viel wird aus einer festen Sparrate, wenn man sie 20 oder 40 Jahre laufen lässt? Und wie viel fressen Kosten und Inflation davon?

Aktualisiert am von Felix Hilck

Ihre Angaben

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Kosten und Dynamik
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Ein breiter Welt-ETF kostet meist 0,1 bis 0,3 % im Jahr.
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Depotwert nach Jahren

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Das entspricht heute einer Kaufkraft von etwa .

Eingezahlt
Wertzuwachs
Kosten gesamt (ca.)

Vor Steuern. Die Rendite ist über die ganze Laufzeit konstant angenommen – echte Kurse schwanken. Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.

Inhalt
  1. So rechnet der Sparplan-Rechner
  2. Ein durchgerechnetes Beispiel
  3. Früh anfangen oder mehr sparen?
  4. Grenzen des Rechners
  5. Was Sie mit dem Ergebnis anfangen können

Der ETF-Sparplan-Rechner zeigt, wie eine feste monatliche Sparrate über die Jahre durch den Zinseszins wächst – und wie viel davon laufende Kosten und Inflation wieder wegnehmen. Aus 100 € im Monat werden bei 6 % Rendite und niedrigen Kosten in 25 Jahren rund 65.700 €, von denen 30.000 € eingezahlt sind.

So rechnet der Sparplan-Rechner

Der Rechner zahlt die Sparrate jeweils am Monatsende ein. Das Depot wächst jeden Monat mit dem Zinssatz, der sich aus Jahresrendite minus laufenden Kosten ergibt: (1 + Rendite − Kosten)^(1/12) − 1. So entsteht der Zinseszins, denn auch die Erträge früherer Jahre werfen wieder Erträge ab.

Kosten. Gemeint sind alle laufenden Kosten im Jahr, also die Fondskosten (TER) und eventuelle Depotgebühren. Ein breiter Welt-ETF kostet meist 0,1 bis 0,3 % im Jahr, aktiv gemanagte Fonds oft 1,5 % und mehr. Der Rechner zeigt, wie viel Endvermögen die Kosten über die Laufzeit gekostet haben: Differenz zwischen dem Ergebnis ohne und mit Kosten.

Dynamik. Wenn Sie die Sparrate jedes Jahr um einen festen Prozentsatz erhöhen, etwa mit Gehaltserhöhungen, rechnet der Rechner das ein. Die Erhöhung greift jeweils nach zwölf Monaten.

Kaufkraft. Zusätzlich teilt der Rechner den Endwert durch die aufgezinste Inflation. Das Ergebnis zeigt, was der Betrag in heutigem Geld ungefähr wert wäre.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Mit 1,5 % Kosten fehlen nach 25 Jahren rund 11.100 €, obwohl jeden Monat dasselbe eingezahlt wurde. Über 40 Jahre wird der Unterschied noch größer: Aus 100 € im Monat werden mit 0,2 % Kosten rund 181.300 €, mit 1,5 % nur rund 131.100 €. Kosten sind der einzige Teil der Rendite, den Sie sicher steuern können.

Früh anfangen oder mehr sparen?

Der Zinseszins belohnt vor allem Zeit. Wer 100 € im Monat 40 Jahre lang anlegt, zahlt 48.000 € ein und hat bei 6 % Rendite und 0,2 % Kosten am Ende rund 181.300 €. Wer 15 Jahre später beginnt und 25 Jahre lang dieselben 100 € spart, kommt auf rund 65.700 €. Die zusätzlichen 18.000 € Einzahlung aus den ersten 15 Jahren sind also am Ende über 115.000 € wert. Um den späten Start auszugleichen, müsste man in 25 Jahren fast die dreifache Rate sparen.

Das heißt nicht, dass sich ein später Start nicht mehr lohnt. Es heißt nur, dass jedes Jahr Warten teurer wird. Eine jährliche Dynamik hilft, mit einer kleinen Rate zu beginnen und sie mit dem Gehalt wachsen zu lassen: Mit 2 % Dynamik zahlen Sie in 25 Jahren rund 38.400 € ein und landen bei rund 79.500 €.

Grenzen des Rechners

  • Konstante Rendite. In Wirklichkeit schwanken Kurse stark. Ein Einbruch kurz vor dem Ende der Laufzeit kann den Endwert deutlich drücken, ein Einbruch am Anfang fällt dagegen kaum ins Gewicht. Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.
  • Vor Steuern. Abgeltungsteuer, Vorabpauschale und Teilfreistellung sind nicht berücksichtigt. Solange Ihre jährlichen Erträge unter dem Sparerpauschbetrag von 1.000 € bleiben, fällt ohnehin keine Steuer an.
  • Keine Förderung. Zulagen gibt es nur in geförderten Verträgen. Was die Förderung ab 2027 zusätzlich bringt, rechnet der Förderrechner Altersvorsorgedepot.

Was Sie mit dem Ergebnis anfangen können

Der Rechner eignet sich gut, um verschiedene Varianten nebeneinanderzustellen: Was bringt es, fünf Jahre früher anzufangen? Wie viel machen 50 € mehr im Monat aus? Wenn Sie wissen wollen, welche Sparrate Sie für Ihre Altersvorsorge überhaupt brauchen, beginnen Sie mit dem Rentenlücke-Rechner.

Ob ein freier ETF-Sparplan oder ein gefördertes Depot die bessere Wahl ist, hängt von Förderung, Flexibilität und Steuern im Alter ab. Den Vergleich finden Sie unter Altersvorsorgedepot oder ETF-Sparplan. Für Kinder stellt sich eine ähnliche Frage: Frühstart-Rente oder eigenes Kinderdepot. Wer ein Depot auf den Namen des Kindes eröffnen will, findet die Schritte unter Kinderdepot eröffnen.

Häufige Fragen

Wie viel wird aus 100 € im Monat in 25 Jahren?
Bei 6 % Rendite im Jahr und 0,2 % laufenden Kosten rund 65.700 €. Eingezahlt haben Sie davon 30.000 €, der Rest ist Wertzuwachs. Bei 2 % Inflation entspricht der Endbetrag heute einer Kaufkraft von etwa 40.000 €. Garantiert ist keine dieser Zahlen, echte Kurse schwanken.
Welche Rendite ist für einen ETF-Sparplan realistisch?
Niemand kennt die künftige Rendite. Für die Planung ist eine vorsichtige Annahme sinnvoll, und es hilft, mehrere Werte durchzuspielen – etwa 4, 6 und 8 %. Breit gestreute Aktien-ETFs schwanken stark, einzelne Jahre bringen hohe Verluste. Wer Anleihen oder Tagesgeld beimischt, sollte niedriger rechnen.
Wie stark wirken sich Kosten beim Sparplan aus?
Stärker als die meisten vermuten, weil sie jedes Jahr vom ganzen Depot abgehen. Bei 100 € im Monat über 40 Jahre und 6 % Rendite kosten 1,5 % statt 0,2 % laufende Kosten rund 50.000 € Endvermögen – ein gutes Viertel.
Sind Steuern im Sparplan-Rechner berücksichtigt?
Nein, der Rechner zeigt Werte vor Steuern. In einem normalen Depot fallen auf Ausschüttungen und die jährliche Vorabpauschale Abgeltungsteuer an, soweit der Sparerpauschbetrag von 1.000 € überschritten ist; beim Verkauf werden realisierte Gewinne besteuert. Bei Aktienfonds sind 30 % der Erträge steuerfrei.

Quellen

  1. § 20 EStG – Sparerpauschbetrag
  2. § 20 InvStG – Teilfreistellung bei Investmentfonds
  3. BMF – Basiszins zur Berechnung der Vorabpauschale 2026

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