Rechner

Rentenlücke-Rechner

Wie viel fehlt Ihnen im Ruhestand, und wie viel müssten Sie dafür ab heute sparen? Der Rechner schätzt Ihre Netto-Rente, vergleicht sie mit Ihrem Wunsch-Einkommen und rechnet die Lücke in Kapital und Sparrate um.

Aktualisiert am von Felix Hilck

Ihre Angaben

€ / Monat
%
Häufige Faustregel: 70 bis 80 %. Wer im Alter mietfrei wohnt, braucht oft weniger.
€ / Monat
Aus Ihrer Renteninformation: „Höhe Ihrer künftigen Regelaltersrente“. Der Wert ist ohne künftige Rentenerhöhungen gerechnet, also ungefähr in heutiger Kaufkraft.
€ / Monat
Betriebsrente, Riester, private Rente, Miete – geschätzt nach Steuern und Beiträgen, in heutigem Geld.
Jahre
% p. a.
Kinder
Sparen und Entnahme
Jahren
%
Nach Kosten.
%
Meist vorsichtiger angelegt.
€
%

Ergebnis

Ihre monatliche Rentenlücke in heutigem Geld

–

Netto-Rente (geschätzt)
Lücke bei Rentenbeginn
Benötigtes Kapital
Sparrate bis zur Rente

Alle Beträge vor Rentenbeginn in heutiger Kaufkraft. Steuer nach dem Tarif 2026 für Alleinstehende, als würde er mit der Inflation mitwachsen. Die Sparrate ist vor Steuern auf Kapitalerträge gerechnet; gleichbleibende Rate, konstante Renditen.

Inhalt
  1. So rechnet der Rentenlücke-Rechner
  2. Ein durchgerechnetes Beispiel
  3. Welche Stellschrauben am meisten bewirken
  4. Grenzen des Rechners
  5. Was Sie mit dem Ergebnis anfangen können

Die Rentenlücke ist der Betrag, der zwischen Ihrer Netto-Rente und dem Einkommen liegt, mit dem Sie im Ruhestand leben möchten. Der Rentenlücke-Rechner schätzt dafür Ihre Netto-Rente aus der Bruttorente der Renteninformation, rechnet die Lücke in künftige Euro um und zeigt, wie viel Kapital und welche monatliche Sparrate nötig wären, um sie zu schließen.

So rechnet der Rentenlücke-Rechner

Wunsch-Einkommen. Ihr heutiges Nettoeinkommen mal den gewünschten Anteil, standardmäßig 80 %.

Netto-Rente. Von der gesetzlichen Bruttorente gehen ab:

  • Krankenversicherung: 7,3 % plus der halbe Zusatzbeitrag Ihrer Kasse, im Durchschnitt 2026 zusammen 8,75 %. Die andere Hälfte trägt die Rentenversicherung.
  • Pflegeversicherung: Rentner zahlen den vollen Beitrag allein, 3,6 % oder 4,2 % für Kinderlose.
  • Einkommensteuer: Steuerpflichtig ist der Besteuerungsanteil nach dem Jahr Ihres Rentenbeginns. Er steigt seit 2023 um 0,5 Prozentpunkte pro Jahr und erreicht 2058 volle 100 %. Wer 2051 in Rente geht, versteuert also 96,5 %. Abgezogen werden die Pauschbeträge (102 € Werbungskosten, 36 € Sonderausgaben) und die Kranken- und Pflegebeiträge. Darauf wendet der Rechner den Tarif 2026 an.

Weil die Renteninformation ohne künftige Rentenerhöhungen rechnet, behandeln wir alle Beträge bis Rentenbeginn in heutiger Kaufkraft. Dahinter steckt die Annahme, dass Renten, Steuerfreibeträge und Preise ungefähr gleich schnell steigen. Weitere Alterseinkünfte wie eine Betriebsrente tragen Sie bereits netto ein.

Lücke in künftigem Geld. Die Lücke in heutigen Euro wird mit der Inflation auf das Jahr des Rentenbeginns hochgerechnet.

Kapitalbedarf. Der Rechner ermittelt, wie viel Kapital zum Rentenbeginn nötig ist, damit die Lücke jeden Monat bis zum gewählten Endalter ausgezahlt werden kann. Die Monatsbeträge steigen dabei jedes Jahr mit der Inflation, das Restkapital bringt die angenommene Entnahme-Rendite. Am Ende ist das Geld aufgebraucht.

Sparrate. Schließlich rechnet er aus, welche gleichbleibende Monatsrate bis zum Rentenbeginn bei der Spar-Rendite dieses Kapital ergibt. Schon vorhandenes Vorsorgevermögen wird mit derselben Rendite hochgerechnet und abgezogen.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Die Zahl wirkt hoch, und sie ist es auch. Sie zeigt, warum die Lücke vor allem über Zeit geschlossen wird: Wer denselben Betrag erst zehn Jahre später zu sparen beginnt, müsste deutlich mehr als das Doppelte zurücklegen. Umgekehrt senkt jede weitere Einkommensquelle die Rate spürbar. Eine Betriebsrente mit 200 € netto verringert die Lücke im Beispiel um ein Fünftel.

Welche Stellschrauben am meisten bewirken

Spielen Sie mit dem Rechner verschiedene Annahmen durch. Drei Eingaben verändern das Ergebnis besonders stark:

Der gewünschte Anteil. 70 statt 80 % des Nettoeinkommens senken im Beispiel das Wunsch-Einkommen um 280 € und die Lücke damit um fast ein Drittel. Prüfen Sie ehrlich, welche Ausgaben im Ruhestand wegfallen – Fahrtkosten, Beiträge zur Altersvorsorge, vielleicht ein abbezahlter Kredit – und welche dazukommen.

Die Dauer der Entnahme. Soll das Geld bis 95 statt bis 90 reichen, steigt der Kapitalbedarf spürbar. Das ist die Frage, wie viel Sicherheit gegen ein langes Leben Sie wollen. Eine Alternative ist eine lebenslange Rente, etwa aus einem Altersvorsorgedepot mit Verrentung.

Die Inflation. Schon ein Prozentpunkt mehr Inflation macht aus der Lücke in künftigen Euro deutlich mehr – und die Entnahmen steigen während des Ruhestands weiter. Rechnen Sie im Zweifel lieber mit 2,5 % als mit 1,5 %.

Grenzen des Rechners

  • Die Renteninformation ist eine Hochrechnung. Sie unterstellt, dass Sie bis zur Regelaltersgrenze so weiterverdienen wie in den letzten fünf Jahren. Längere Teilzeit oder Arbeitslosigkeit senken die Rente, Gehaltssprünge erhöhen sie.
  • Steuer vereinfacht. Gerechnet wird für Alleinstehende. Bei Ehepaaren mit Splitting und bei hohen weiteren Einkünften weicht die Steuer ab. Genauer rechnet der Netto-Rente-Rechner.
  • Konstante Renditen, keine Steuern auf Erträge. In einem ungeförderten Depot fallen auf Erträge Abgeltungsteuer und Vorabpauschale an. Die Sparrate ist deshalb eher eine Untergrenze.
  • Kapitalverzehr bis zum Endalter. Wer älter wird, steht danach ohne dieses Geld da. Deshalb lässt sich das Endalter auf 95 setzen.

Was Sie mit dem Ergebnis anfangen können

Nehmen Sie sich zuerst Ihre Renteninformation Zeile für Zeile vor und prüfen Sie, ob die Hochrechnung zu Ihrem Erwerbsleben passt. Welche Wege es gibt, die Lücke zu schließen – von der Betriebsrente über das geförderte Altersvorsorgedepot bis zum ETF-Sparplan –, beschreibt der Artikel Rentenlücke berechnen und schließen. Wie viel die Förderung ab 2027 zu Ihrer Sparrate beisteuern kann, zeigt der Förderrechner Altersvorsorgedepot; den ungeförderten Teil rechnen Sie mit dem ETF-Sparplan-Rechner durch.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meine Rentenlücke?
Ziehen Sie von Ihrem gewünschten Netto-Einkommen im Alter die erwartete Netto-Rente und weitere Alterseinkünfte ab. Die Bruttorente steht in der Renteninformation; davon gehen rund 12 bis 13 % für Kranken- und Pflegeversicherung ab sowie gegebenenfalls Einkommensteuer. Der Rest bis zum Wunschbetrag ist die monatliche Lücke.
Wie viel Prozent des Nettoeinkommens braucht man im Alter?
Als Faustregel gelten 70 bis 80 % des letzten Nettoeinkommens. Wer schuldenfrei im Eigenheim wohnt, kommt oft mit weniger aus; wer zur Miete wohnt und viel reisen will, braucht eher mehr. Besser als jede Faustregel ist ein ehrlicher Blick auf die eigenen Ausgaben.
Ist die Rente in der Renteninformation brutto oder netto?
Brutto. Die Renteninformation nennt die Rente vor Kranken- und Pflegeversicherung und vor Steuern. Der Wert ist außerdem ohne künftige Rentenerhöhungen gerechnet und entspricht deshalb ungefähr der heutigen Kaufkraft.
Wie viel Kapital brauche ich für 500 € mehr Rente im Monat?
Das hängt von Laufzeit, Rendite und Inflation ab. Soll die Summe von 67 bis 90 fließen und jährlich um 2 % steigen, braucht es bei 3 % Rendite in der Entnahmephase gut das 245-Fache des ersten Monatsbetrags. Für 500 € sind das rund 122.500 € zum Rentenbeginn.

Quellen

  1. Deutsche Rentenversicherung – Besteuerung der Renten nach dem Wachstumschancengesetz
  2. Bundesgesundheitsministerium – Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung
  3. § 32a EStG – Einkommensteuertarif 2026
  4. TK – Beitragssätze zur Pflegeversicherung 2026

Wir prüfen Zahlen und Fristen regelmäßig. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

Die Informationen auf dieser Seite sind sorgfältig recherchiert, ersetzen aber keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Gesetze und Ihre persönlichen Unterlagen.